Banken, Wirtschaft und Finanzen

Girokonto mit Pfändungsschutz

Girokonto mit Pfändungsschutz

Kontoinhaber, die bereits von einer Pfändung betroffen sind oder denen künftig eine Pfändung droht, sollten ihr Girokonto noch vor den Jahreswechsel in ein Konto mit Pfändungsschutz umwandeln lassen. Das Bundesverbraucherministerium weist darauf hin, dass ab dem 1. Januar 2012 das Guthaben auf normalen Girokonten nicht mehr vor Pfändungen geschützt sei. Einen wirksamen Schutz gebe es daher ab nächstem Jahr nur noch für Pfändungsschutz-Konten.

Wo findet man Konten mit Pfändungsschutz?

Laut Bundesverbraucherministerium sind sowohl Sparkassen als auch Banken dazu verpflichtet, ein Pfändungsschutz-Konto anzubieten. Allerdings müssen Kontoinhaber die Umwandlung ihres normalen Kontos in ein Pfändungsschutz-Konto beantragen. Bei einem Pfändungsschutz-Konto besteht automatisch ein Basispfändungsschutz in Höhe von 1028,89 Euro. Dieser Betrag kann unter bestimmten Bedingungen wie beispielsweise einer bestehenden Unterhaltspflicht noch erhöht werden. Einige Anbieter dieser Pfändungsschutz-Konten verlangen für diese Konten jedoch wesentlich höhere Gebühren als für ein normales Girokonto. Darauf sollten Verbraucher achten und gegebenenfalls einen Kontowechsel in Erwägung ziehen. Das bisherige Konto sollte allerdings erst dann gekündigt werden, wenn man bereits ein neues Konto mit Pfändungsschutz eröffnet hat.

Girokonten sind heutzutage unverzichtbar

Wer am heutigen Wirtschaftslegen teilnehmen möchte, der kommt heutzutage nicht mehr ohne ein Girokonto aus. Girokonten dienen der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Über Girokonten werden Überweisungen getätigt, man lässt Lastschriften abbuchen und richtet Daueraufträge ein. Egal, ob Strom, Müll, Wasser, Telefon, Internet oder Kindergartenbeiträge, nahezu alle Zahlungen werden über dieses Konto abgewickelt. Zudem empfängt man über das Girokonto natürlich auch Gehalts-, Lohn-, Unterhalts- und Rentenzahlungen. Auch Provisionen und die Einnahmen von Selbständigen und Freiberuflern fließen auf dieses Konto. Wem eine Pfändung droht beziehungsweise wer bereits betroffen ist, sollte, um weiterhin am Wirtschaftsleben teilnehmen zu können, das eigene Konto in ein sogenanntes P-Konto umwandeln lassen. So ist gewährleistet, dass das Existenzminimum auf dem Konto verbleibt und Zahlungen innerhalb dieses Betrages weiterhin gewährleistet sind.